Iris Antonia Kogler

Autorin, Dramaturgin, Schreibcoach

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Die Farbe Gelb

Die Kurzgeschichte „Die Farbe Gelb“ belegte beim Literaturwettbewerb „Ein Tag in NRW im Jahr 2100“ den zweiten Platz. Der Preis wurde vom WDR und dem Literaturbüro NRW mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft ausgelobt. Hier könnt ihr den Text lesen oder hören, ganz wie ihr wollt. Es moderiert Rainer Hagedorn, Bearbeitung Cornelia Müller, Redaktion Stefanie Laaser. Es lesen Cordula Leiße und Dominik Freiberger. Weiterlesen

Siebzehn Tage

Die Kurzgeschichte „Siebzehn Tage“ wurde 2022 mit dem dritten Preis des Moerser Literaturpreises ausgezeichnet. Das Thema lautete „Versprochen“.

 

Der Novembernebel liegt auf den Feldern des Tals. Samuel geht über den Waldweg und bleibt stehen, als er aus dem Wald heraustritt. Die Sonne erscheint gerade erst über dem Horizont, auf der oberen Lichtung glitzert der Tau auf den Grashalmen und den Blättern, die dort unter den wenigen Bäumen seit dem Herbst liegen und verwittern. Er hat noch drei Tage Zeit. Vielleicht heute, vielleicht wird es heute passieren. Spätestens in drei Tagen muss es geschehen sein, aber vielleicht hat er heute Glück. Weiterlesen

Manchmal greife ich zum Smartphone und schieße ein Bild. Völlig unprofessionell, aber mit viel Freude 🙂

Flecks of Light

1.

He couldn’t remember, but he felt there was a name for the flecks of light that the sun cast upon the forest floor through the foliage above. These flecks of light had appeared in front of his house, but lightning had struck the oak and destroyed the old tree, wrenching it apart from within. The next day, he had taken the chainsaw and salvaged the wood. He had taken his little one into his arms and said „The tree will live on; it will be here with us on the terrace. Forever. It’ll be beautiful: you’ll see.“ Weiterlesen

Nessun dorma

Eines frühen Morgens stellte er seine Nüchternheit in den Kühlschrank. Ein letzter Rettungsversuch. Vielleicht war noch etwas davon da, wenn er zurück kam, aber erst einmal setzte er sich in sein Auto und fuhr los. Auf einem Waldparkplatz verprügelte er das Lenkrad, danach begann er zu lachen. Wie in einem Film. Regieanweisung: Lenkrad verprügeln und schreien. Weil die Sporttasche noch auf dem Rücksitz lag überlegte er, laufen zu gehen und tat es dann auch. Grob fiel der Regen in die Hitze, im Rauschen der Bäume hörte er ihr Lied, leise, doch unablässig. Weiterlesen

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